Ulcus cruris

Das Ulcus cruris ist eine unterschiedlich tiefe, häufig nässende Wunde im Bereich des Unterschenkels. Da die Wunde ohne eine entsprechende Behandlung zumeist über längere Zeit nicht abheilt, wird das Ulcus cruris umgangssprachlich auch als „offenes Bein“ bezeichnet.

Das Ulcus cruris wird verursacht durch eine chronisch venöse Insuffizienz („Venenschwäche“), eine periphere arterielle Verschlusskrankheit („Durchblutungsstörung“) oder durch einen Diabetes mellitus („Zuckerkrankheit“). Seltener kann ein Ulcus cruris auch eine immunologische Ursache („Störung der körpereigenen Immunabwehr“) haben.

Ist eine spontane Abheilung nicht erkennbar, so muss eine Wundbehandlung, die sich an den individuellen Wundverhältnissen orientieren soll, eingeleitet werden. Die Behandlung umfasst die Reinigung der Wunde und der umgebenden Haut, die Beseitigung von Infektionen, die Verbesserung der lokalen Sauerstoffversorgung und eventuell eine Kompressionstherapie.

Liegt ein Stauungsekzem (mögliche Reaktionsform der Haut auf eine Störung der Venen) vor, so ist eine entsprechende Behandlung des Ekzems ebenfalls angezeigt. Des Weiteren ist die Reduzierung von Risikofaktoren wichtig, wie die Verringerung von Übergewicht und eine optimale Einstellung eines eventuell bestehenden Diabetes mellitus oder eines erhöhten Blutdruckes. Eine Erkrankung der Venen oder Arterien kann durch eine operative Therapie behandelt werden.

In der PsoriSol Hautklinik erwartet Sie ein umfassendes Konzept zur Diagnostik und Therapie des Ulcus cruris. Ferner ist in unserer Klinik seit vielen Jahren ein modernes Wundmanagement etabliert. Unsere Dermatochirurgie führt in Abhängigkeit der Wundverhältnisse eine konservative oder operative Behandlung durch. Die konservative Behandlung umfasst neben der Wundbehandlung durch spezielle Wundverbände auch entstauende Maßnahmen wie die Kompressionstherapie und Lymphdrainage. Operativ zu behandelnde Wunden werden durch eine plastisch-chirurgische Defektdeckung versorgt, wobei körpereigenes Gewebe Verwendung findet, zumeist in Form einer Haut-Transplantation. Ebenso kommen gegebenenfalls spezielle Verbandstechniken, wie z.B. die Vakuumversiegelung zum Einsatz. In Abhängigkeit der Größe des Ulcus cruris ist eine operative Behandlung in lokaler Betäubung oder in Narkose möglich.

Ziel ist eine auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Behandlung des Ulcus cruris, weshalb wir bereits während des stationären Aufenthaltes die weitere Verbandsbehandlung durch entsprechende ambulante Pflegedienste organisieren.

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